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13. September 2022  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Sanieren auf der Überholspur!

von  Sopro | 6 Min. Lesezeit | #sanieren  #Zement  #Estrichgemisch  #Schnellestrichsysteme  #Spezialbindemittel 

Manchmal gleichen Sanierungsprojekte mehr dem Boxenstop bei einem Formel-1-Rennen als einer konventionellen Baustelle. Bis auf den letzten Augenblick durchgetaktete Zeitpläne, die den Eindruck vermitteln, dass die Sanierung schneller abgeschlossen sein soll als ein Rennen von Sebastian Vettel.

Renovierungs- und Sanierungsarbeiten in gewerblichen Objekten stellen eine besondere Herausforderung an die handwerklichen und planerischen Arbeiten. Diese Herausforderung definiert sich nicht nur durch technische Belange, sondern lässt sich mit einem Wort auf den Punkt bringen: Umsatzausfall! Es sind oft wirtschaftliche Zwänge, die hier maßgeblichen Einfluss auf die Art der Ausführung und auch die Wahl der zu verwendenden Produkte haben. Schließungszeiten bedeuten für die Betreiber hier in der Regel enorme finanzielle Ausfälle, speziell unter dem Aspekt, dass viele Kosten (z. B. für Personal) weiter laufen. Vielfach übertreffen die Ausfallkosten die Kosten der Baumaßnahme deutlich. Unter diesem Aspekt gilt es, Schließungszeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Getreu dem Motto „Koste es, was es wolle“ verlangen Betreiber hier manchmal Unmögliches. Einerseits erfordert das Gelingen einer gewerblichen Sanierungsmaßnahme viel Flexibilität beim Verarbeiter in Form von Wochenend- und Nachteinsätzen, anderseits ist aber auch die Wahl leistungsstarker Produkte, die in kürzester Zeit zuverlässig belastet und genutzt werden können, enorm wichtig.

Präzise Vorbereitung

Die Umsetzung eines straffen Zeitplanes verlangt eine umfangreiche und gute Vorplanung und Koordination aller Beteiligten. Hier müssen die unterschiedlichsten Anforderungen abgeklärt werden. Die Erfahrung zeigt, dass unzureichende Kommunikation vorab eine der Hauptursachen für Verzögerungen darstellt. Es ist enorm wichtig, dass vorab der Ablaufplan abgesprochen wird, damit z. B. betreiberseitige Vorbereitungen beim Eintreffen der Handwerker vor Ort bereits abgeschlossen sind und damit die unterschiedlichen Gewerke sich nicht gegenseitig behindern.

Estrich

An die zur Anwendung kommenden Estriche werden bei einem Sanierungsfall zwei wesentliche Anforderungen gestellt: Sie sollen schnell Ihre Festigkeit erreichen und ebenso schnell trocknen. Diese beiden Anforderungen machen es notwendig, Schnellzementestriche einzusetzen.

Zement bindet etwa 40 % seines Eigengewichts an Anmachwasser, d. h. 100 kg Zement binden 40 kg Wasser (W/Z-Wert 0,4). Das über diese Menge hinausgehende Wasser wird einem Estrichgemisch hinzugefügt, um diesen verarbeitungsfähig zu halten. So ergibt sich bei konventionellen Estrichen ein Anmachwasserbedarf von 60 % und mehr (W/Z-Wert > 0,6). Problematisch ist, dass dieses Überschusswasser nicht durch den Zement gebunden wird, sondern austrocknen muss. Eine Maßnahme dieses Überschusswasser zu reduzieren, ist die Verwendung von Fließmitteln. Durch die Verwendung von Fließmitteln wird der Bedarf an Überschusswasser deutlich reduziert, bei gleichzeitigem Erhalt der Verarbeitungseigenschaften. Dadurch ergibt sich eine deutliche Verkürzung der Trocknungszeit. Eine weitere Möglichkeit ist die werkseitige maßgenaue Zudosierung von speziellen Additiven zum Schnellestrichbindemittel, die eine chemische Bindung des Überschusswassers bewirken.

Frischer Beton wird auf Baustellenboden gegossen. Der Arbeiter trägt Gummistiefel.

Sopro Schnellestrichsysteme

Sopro Rapidur® B1 turbo SchnellEstrichBinder

  • Kunststoffvergütetes, zementäres Spezialbindemittel
  • Wird auf der Baustelle mit Estrichsand 0 – 8 mm angemischt (Sieblinie beachten)
  • Ist nach 2 - 3 Stunden begehbar und nach 6 - 12 Stunden mit Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® B3 SchnellEstrichBinder

  • Kunststoffvergütetes, zementäres Spezialbindemittel
  • Wird auf der Baustelle mit Estrichsand 0 – 8 mm angemischt (Sieblinie beachten)
  • Ist nach 3 - 4 Stunden begehbar und nach 24 - 48 Stunden mit Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® B5 SchnellEstrichBinder

  • Kunststoffvergütetes, zementäres Spezialbindemittel
  • Wird auf der Baustelle mit Estrichsand 0 – 8 mm angemischt (Sieblinie beachten)
  • Ist nach 7 - 8 Stunden begehbar und nach ca. 3 Tagen mit Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® B8 SchnellEstrichBinder

  • Kunststoffvergütetes, zementäres Spezialbindemittel
  • Wird auf der Baustelle mit Estrichsand 0 – 8 mm angemischt (Sieblinie beachten)
  • Ist nach 7 - 8 Stunden begehbar und nach ca. 8 Tagen mit Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® M1 SchnellEstrichMörtel

  • Kunststoffvergütete, zementäre Trockenestrichfertigmischung
  • Ist nach ca. 3 Stunden begehbar und nach ca. 4 Stunden mit keramischen Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® M5 SchnellEstrichMörtel

  • Kunststoffvergütete, zementäre Trockenestrichfertigmischung
  • Ist nach ca. 12 Stunden begehbar und nach ca. 24 Stunden mit keramischen Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® M8 SchnellEstrichMörtel

  • Kunststoffvergütete, zementäre Trockenestrichfertigmischung
  • Ist nach ca. 24 Stunden begehbar und nach 48 - 72 Stunden mit keramischen Fliesen belegbar*

Sopro Rapidur® FE FließEstrich

  • Trockenfertigmischung mit einem ternären Bindemittelsystem und Additiven
  • Ist nach ca. 3 Stunden begehbar und nach ca. 24 Stunden mit keramischen Fliesen belegbar*

*je nach Baustellenbedingungen

Das Bild zeigt einen Arbeiter der einen Boden mit Abziehstab auf einer Baustelle glättet, als Vorbereitung für den Belag.

Trocknungsbeschleunigung

Maßgeblich auf die Trocknung eines Estrichs wirkt sich das Baustellenklima aus. Soll die schnelle Trocknung eines Estrichs bewirkt werden, sollte eine Baustellentemperatur von +20 °C herbeigeführt werden, ggf. auch durch Beheizung. Je niedriger die relative Luftfeuchte ist, desto mehr kann die Raumluft an Trocknungsfeuchte vom Estrich aufnehmen. Natürlich ist darauf zu achten, dass durch Hitze oder Zugluft das System nicht negativ in seiner Festigkeitsentwicklung und Formgebung beeinflusst wird. Mit objektiver, kritischer Betrachtung sollte man sogenannten Trocknungsbeschleunigern begegnen. Hier wird manchmal mehr versprochen, als gehalten werden kann.

Dünnbettmörtel

Ein weiteres Element zur schnellen Durchführung einer Sanierung ist der zur Anwendung kommende Fliesenkleber. Hier treten die sogenannten Schnellkleber in den Vordergrund, die nach DIN 12 004 die Kennung „F" tragen. Eine besonders herausragende Stellung nimmt hierbei Sopro VarioFlex® hochfest VF HF® 420 ein. Dieser aufgrund seiner Fließbettkonsistenz sehr verarbeitungsfreundliche, schnell erhärtende Dünnbettmörtel ist bereits nach ca. 2 Stunden begeh- und verfugbar und nach 5 Stunden voll belastbar, d. h. nach 5 Stunden können bereits Fahrzeuge über den verlegten Belag rollen.

Fugmörtel

Abgerundet wird die Produktwahl auf der Schnellbaustelle durch die Verwendung der passenden Schnellfuge. Das Optimum hierbei ist die Sopro TitecFuge® plus TF+, die neben Ihrer außergewöhnlich kurzen Erhärtungszeit auch sehr gute Festigkeiten erzielt. Speziell im Gewerbeobjekt treten diese Vorteile in den Vordergrund. Ergänzt wird das Angebot an Schnellsystemen durch auf Schnelltrocknung bzw. -erhärtung getrimmte Systemprodukte im Grundierungs-, Spachtel- und Abdichtungsbereich, wie z. B. Sopro Grundierung GD 749, Sopro RAM 3® Renovier- & AusgleichsMörtel 454 und Sopro TurboDichtSchlämme 2-K TDS 823.

Rüttelbeläge

Rüttelbeläge sind in gewerblichen Objekten weit verbreitet. Bestes Beispiel hierfür sind Lebensmittel-Discountmärkte. Sicher stellt der Rüttelboden nicht das Aufbausystem für die unter höchstem Zeitdruck stehende Baustelle dar, aber er ist oft schneller als das Arbeiten mit konventionellem Estrich und konventionellem Kleber. Beim Rüttelverfahren wird der keramische Oberbelag unter Verwendung einer Haftbrücke direkt in das vorgezogene Mörtelbett eingelegt.

Im Anschluss erfolgt der Rüttelvorgang, durch den die eigentliche, hochbelastbare Klebeverbindung zwischen Oberbelag und Mörtelbett hergestellt wird. Vor diesem Hintergrund stand die Entwicklung der neuen Sopro RüttelSchlämme RS 648, die eine Brücke zu den größeren Formaten bis 30 x 60 cm schlägt und einen sehr guten Haftverbund dieser Beläge sicherstellt.

Fazit:

Es gibt viele Möglichkeiten zur Beschleunigung eines Sanierungs- oder Renovierungsvorhabens. Besonders maßgebend ist, dass vorab eine sachgerechte Produktwahl erfolgt. Auch wenn die Produkte viel können, so sind sie noch immer an die Gesetze von Physik und Chemie gebunden. Insofern ist es wichtig, bereits in der Vorplanung der Maßnahme alle Parameter genauestens abzustimmen. Hat die Maßnahme erst begonnen, gibt es keinen Spielraum mehr. Jede Verzögerung oder Überschreitung des gewählten Zeitfensters kostet Geld. Im Rahmen der Abwicklung einer solchen Baumaßnahme steht Ihnen die Anwendungstechnik der Sopro Bauchemie immer gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

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Sopro

Die Sopro Bauchemie GmbH verbindet auf einzigartige Weise ein historisch gewachsenes Erfahrungspotential mit einer zukunftsorientierten Produkt- und Markenstrategie. Dies hat Sopro zu einem führenden Anbieter bauchemischer Produkte gemacht - nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit. Garantierte Profi-Qualität und ein ausdrückliches Bekenntnis zum Fachhandel sind zwei ganz wesentliche Pfeiler unser Unternehmensphilosophie. Dazu kommt ein komplettes Sortiment rund ums Haus.

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